Über Chiropraktik

Das Wort Chiropraktik kommt aus dem Griechischen und bedeutet „Mit der Hand behandeln“. Chiropraktik ist eine manuelle und wissenschaftlich fundierte Technik zur Behandlung der Wirbelsäule und des übrigen Bewegungsapparates.
Die chiropraktische Behandlung ist ganzheitlich, bei der der Körper als sinnvolle und organisierte Gesamtheit betrachtet wird. Chiropraktik befasst sich mit der Diagnose, der Behandlung sowie der Vorbeugung von Funktionsstörungen und deren Auswirkungen auf das Nervensystem und auf die allgemeine Gesundheit.

Es werden keine Medikamente oder Spritzen benutzt und keine chirurgischen Eingriffe durchgeführt. Chiropraktik ist ein „natürlicher Weg“ zur Gesundheit.

D.D. Palmer

Geschichte der Chiropraktik
Obwohl die Anwendung manueller Methoden zur Kor­rektur von Wirbelsäulenfehl­stellungen schon seit Jahr­tausenden bekannt ist, wur­den die Grundlagen der modernen Chiropraktik erst Ende des 19. Jahrhunderts von Daniel David Palmer in den USA gelegt. Er erkannte, dass die Korrektur von Fehlstellungen der Wirbelsäule mittels eines präzise angewendeten Impulses zu einer Verbesserung der Funktion des Nervensystems führen kann. Seit dieser Zeit hat sich die Chiropraktik natürlich weiterentwickelt und ist mit über 70.000 Chiropraktoren weltweit vertreten.

Ziele der Chiropraktik
Das Nervensystem ist ein wichtiger Teil des menschlichen Körpers, da alle Funktionen durch dieses System kontrolliert und geregelt werden. Kommt es zu Störungen im Bewegungsapparat, hat dies auch eine Beeinträchtigung des Nervensystems zur Folge. Dies kann zu einem akuten Symptom führen, aber auch lange Zeit unbemerkt bleiben. Das Ziel des Chiropraktors ist es, Funktionsstörungen (Subluxationen) im Körper zu lokalisieren und ihre Ursachen zu ergründen, statt nur die Krankheitssymptome (Schmerzen) zu behandeln. So können die natürlichen Selbstheilungskräfte das Gleichgewicht innerhalb des Körpers wiederherstellen.

Für wen ist Chiropraktik gut?
Mit chiropraktischen Behandlungen können Störungen biomechanischen Ursprungs im gesamten Bewegungsapparat oder auch im Organsystem positiv beeinflusst werden. Für die Chiropraktik gibt es kein „zu früh“ oder „zu spät“. Babys, Kinder, Erwachsene und ältere Menschen können behandelt werden.
Menschen kommen mit unterschiedlichen Beschwerden in unsere Praxis, z.B.:
• Kopf- und Nackenschmerzen
• CMD (Kiefergelenkbeschwerden)
• KISS-Syndrom
• Schulter-, Ellenbogen- und Handgelenkbeschwerden
• Kapaltunnelsyndrom
• Schmerzen im Brustwirbelbereich
• Beckenschiefstand
• Lendenwirbelschmerzen
• Bandscheibenvorfälle
• Leistenschmerzen
• Hüftbeschwerden
• Beschwerden an Knien und Füßen

Funktionsstörungen im Bewegungsapparat zeigen häufig jedoch keine unmittelbare Symptomatik, da der Körper sie kompensieren kann. Darum ist es sinnvoll, zur Vorbeugung eine chiropraktische Untersuchung durchführen zu lassen.

Die Ausbildung des Chiropraktors
Die Ausbildung von Chiropraktoren erfolgt weltweit nach einheitlichen, international gültigen Standards, deren Einhaltung von unabhängigen Akkreditierungsorganisationen regelmäßig überprüft werden. Da in Deutschland bisher noch keine international anerkannte Ausbildung möglich ist, müssen zukünftige Chiropraktoren an chiropraktischen Colleges im Ausland studieren. Diese gibt es u.a. in den USA, Kanada, England, Dänemark und Frankreich. Häufig sind diese Hochschulen mit Universitäten verbunden. Voraussetzung für die Zulassung zum Studium ist das Abitur. Das Studium selbst dauert in der Regel 4-6 Jahre. Es schließt sich eine mindestens einjährige Assistenzzeit bei einem erfahrenen niedergelassenen Chiropraktor an. Erst dann darf ein vom deutschen und den internationalen Fachverbänden anerkannter Chiropraktor eine eigene Praxis eröffnen.

Die rechtliche Stellung in Deutschland
Der Begriff Chiropraktor wird von Personen verwendet, die ein Vollzeitstudium im Ausland absolviert haben. Zurzeit gibt es nur ca. 100 Chiropraktoren in ganz Deutschland. Die Bezeichnungen Chirotherapeut bzw. Chiropraktiker werden von Ärzten und Heilpraktikern mit Zusatzausbildungen in chiropraktischen Techniken benutzt. Da keiner dieser Begriffe gesetzlich geschützt ist und es immer wieder zur fehlerhaften Benutzung dieser Bezeichnungen kommt, ist es wichtig zu wissen, dass es nur folgende akademischen Grade gibt, die den weltweiten chiropraktischen Standards entsprechen:
• Bachelor of Science (Chiropractic); BSc
• Master of Science (Chiropractic); MSc
• Master of Chiropractic; MChiro
• Doctor of Chiropractic; D.C.

Behandlungskosten
Die Behandlung wird nach der Heilpraktikergebührenordnung abgerechnet und von den meisten privaten Krankenkassen sowie den staatlichen Beihilfestellen übernommen. Die gesetzlichen Krankenkassen sind leider nicht zur Kostenübernahme verpflichtet.